Das Problem ist allseits bekannt: Bilder, Videos oder auch wichtige Daten sind auf einem Datenträger gespeichert, der plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Daten wurden versehentlich gelöscht, das System ist abgestürzt, ein Fehler beim Schreiben ist entstanden – Crashs können viele Ursachen haben. So lange, wie der Datenträger mechanisch noch ganz ist, ist das Retten der Daten auch für den Laien noch gut möglich. Hier gibt es verschiedene Software, die die Daten mit wenigen Klicks zurückholt. Uneingeschränkt ist dies zwar auch nicht möglich, aber meistens funktioniert es sehr gut. Bei mechanischer Beschädigung des Datenträgers wird es schon schwieriger. Hier kann nur noch der Experte helfen, was relativ kostspielig ist.
Damit eine Datensicherung wirklich gelingt, sind einige Dinge zu beachten. Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren. Unüberlegte Handlungen können den Schaden noch vergrößern. Die wichtigsten Regeln sind: Abgestürzte Speichermedien sollten auf keinen Fall formatiert werden. Auch dürfen keine neuen Daten auf das Medium geschrieben werden. Jeder Schreibvorgang zerstört die alten Daten nur noch mehr.
Um die Daten wiederherstellen zu können, ist eine Software nötig. Im Internet werden bestimmte Softwarepakete zum Download angeboten. Die meisten sind Shareware, das heißt, sie können nur eine bestimmte Zahl an Daten wiederherstellen, nur eine bestimmte Zahl Rettungsvorgänge ausführen etc. Diese Software in ein vollwertiges Programm umzuwandeln, kostet meist zwischen 20 und 40€. Bekannte Programme sind zum Beispiel Easy Recovery und GetDataBack. Einige kostenlose Programme gibt es auch, so zum Beispiel das bekannte PC Inspector File Recovery.
Ist ein Programm ausgesucht und installiert, ist die Datenrettung nur noch einen kleinen Schritt entfernt. Zunächst verbindet man das Medium mit dem Rechner. Dann öffnet man das Programm. Hier ist das wiederherzustellende Medium zu wählen sowie der Ort, an dem die Daten gespeichert werden sollen. Mit einem Klick auf ‚Wiederherstellen‘ (wahlweise auch ‚Start‘, ‚Datensicherung starten‘ u.ä.) beginnt die Datensicherung. Diese kann unter Umständen eine Weile dauern. Nach Abschluss des Vorgangs finden sich alle noch zu rettenden Daten im vorher angegebenen Ordner. Es kann sein, dass einige Daten nicht gerettet werden konnten. Meistens lässt sich aber sehr viel wieder zurückholen.
Bei mechanischen Schäden kann nur noch ein Technikexperte etwas bewerkstelligen. Das beschädigte Medium muss dann eingeschickt werden, damit die Daten in einer Werkstatt so gut wie möglich gerettet werden können. Dies ist aber sehr teuer, bei einer Festplatte durchaus mehrere tausend Euro, und lohnt sich nur bei besonders wichtigen Daten. Für den Privatanwender ist dies meist keine rentable Lösung.
Wenn mal wieder die Speicherkarte der Kamera streikt – Ruhe bewahren! Die Daten sind noch nicht verloren. Mit einigen wenigen Handgriffen lässt sich meistens das Schlimmste verhindern.
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