Wer eine digitale Fotokamera kauft, der erfreut sich nicht zuletzt an der Funktion Bilder schnell ansehen und auf den Computer zu laden. Doch manchmal kommt es vor, dass plötzlich alle Bilder verschwunden sind. Doch keine Panik, denn ob versehentlich gelöscht oder auch ein defektes Dateisystem: Es gibt Lösungen.
Zum Verständnis: Bei einem Speichermedium, wie es auch in digitalen Kameras integriert ist, werden Daten trotz des Löschens nicht unwideruflich entfernt. Durch überschreiben mit neuen Daten, bei einer Kamera also Fotos, verschwinden die Bausteine komplett. Mit Hilfe von kleinen Hilfsmitteln ist es aber möglich, die Fotos wieder zum Vorschein zu bringen. Es gibt viele Computerprogramme, die dies für den Anwender übernehmen, jedoch sind diese oftmals sehr teuer in der Anschaffung. Für den Privatanwender eignen sich durchaus auch sogenannte Freeware-Programme, welche man zur freien Nutzung aus dem Internet herunterladen kann.
Diese Software funktioniert meist nach einem ähnlichen Schema: Man schließt seine Kamera wie gewohnt an den Computer an und startet das Programm. In der Regel muss der Anwender noch das Laufwerk auswählen, auf dem sich die vermissten Bilder befinden. Häufig ist das Kamera-Laufwerk mit dem Namen des Modells oder des Herstellers der Kamera betitelt. Anschließend gibt es, äbhängig von der Software, noch weitere Optionen wie Speicherort, Umfang der Suche nach Dateien oder ähnliches. Sollte das Programm verschiedene Dateiarten unterstützen, empfiehlt es sich, zunächst nach JPG zu suchen, da dies das gängigste Format für Fotos bei Kameras ist. Im letzten Schritt beginnt die jeweilige Anwendung dann nach Dateien zu suchen, die wiederhergestellt werden können. Die Wiederherstellung kann übrigens einige Zeit in Anspruch nehmen und ihr System dabei stärker beansprucht und damit verlangsamt werden, als gewöhnlich. Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, finden Sie alle geretteten Bilder in dem Ordner, den Sie als Speicherort angegeben haben.
Neben solcher Anwendersoftware gibt es mittlerweile viele Unternehmen, die sich auf Datenrettung spezialisiert haben. Man sollte aber bedenken, dass dies natürlich auch zeitaufwendiger ist, da man die Kamera erst an das Unternehmen senden muss. Außerdem erheben viele Dienstleister aus diesem Sektor hohe Gebühren. Nicht selten kostet eine Wiederherstellung von Fotos über 100 Euro. Eine weitere Alternative für denjenigen, der sich selbst nicht an die Datenrettung traut, stellt ein örtlicher Computerservice dar. Ein Fachmann sollte Fotos binnen kürzester Zeit wiederherstellen können. Dabei sollte man beachten, dass viele Computer-Notdienste auf Stundenbasis arbeiten, zum Teil gibt es aber auch bereits Pauschalangebote.
Um zukünftig einen Dateifehler auszuschließen, achten Sie darauf, dass der Akku der Kamera beim Schießen des letzten Bildes noch ausreichend geladen ist. Insbesondere Kompaktkameras benötigen für den Speichervorgang etwas mehr Zeit und es kann zu Fehlern auf dem gesamten Datenträger kommen, wenn dieser unterbrochen wird. Sollten Sie feststellen, dass Ihre Bilder nicht mehr sichtbar sind, vermeiden Sie weitere Nutzung der Kamera, bevor Sie die alten Daten wiederhergestellt haben. Jede weitere Nutzung des Datenträgers könnte die alten Daten überschreiben, was eine Wiederherstellung unmöglich machen würde.
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